Gemeindebrandinspektor Joachim Pohl, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Eitorf, traf am späten Nachmittag mit der Drehleiter und zwei seiner Männer auf der Wache ein. Nach kurzer Besprechung wurde die Drehleiter in Position gebracht. Als erstes sollte die Bergung einer erkrankten Person aus einem oberen Stockwerk durch das Fenster geübt werden. In Ermangelung oberer Stockwerke hatte die Drehleiter dann ihren ersten Einsatz in unmittelbarer Nähe, nämlich am Fenster zum Aufenthaltsraum des Rettungsdienstes im Parterre. Der Übung hat es nicht geschadet.
Für die Bergung erkrankter Personen verfügt der Korb der Drehleiter über eine Aufnahmevorrichtung für die Tragen der Rettungswagen. Joachim Pohl erklärte, wie die Trage auf dem Korb gesichert wird, und schon ging es los. Der Verletztendarsteller, Sohn von Fahrdienstleiter Christian Grashoff, fühlte sich sichtlich wohl und genoss im Anschluss an seine »Bergung« dann doch noch eine Fahrt in schwindelerregender Höhe.
Daran anschließend wurde der Einsatz der Schleppkorbtrage geprobt. Hier diente Kindertagesstättenleiterin Sandra Krause als »Opfer«. Aber auch sie ließ sich nach »tränenreicher Verabschiedung« durch ihre Mutter Ellen Engelberth, Leiterin des Blutspendeteams Windeck, tapfer durch die Luft kutschieren.
Ein weiterer Höhepunkt – im wahrsten Sinne des Wortes – war dann die »Rettung« von Bereitschaftleiter Bend Voss, in einem Sitzgurt vom Korb der Drehleiter herab baumelnd. Klar, dass die Gelegenheit genutzt wurde, ihn besonders hoch »zu hängen«. Aber anstatt, wie von so manchem gehofft, um Gnade zu winseln, hatte er offensichtlich einen heiden Spaß an der Sache. Von der Idee, ihn dann wenigsten auf dem Dach der Halle abzusetzen, wurde dann aber aus Gründen der Statik des Bauwerks abgesehen. Im Anschluss an die Übung gab es dann die Gelegenheit, die gesamte Windecker Bereitschaft mit allen Fahrzeugen aus der Luft zu fotografieren. Später gab es dann Kartoffelsalat und Würstchen vom Grill, und anschließend das WM-Spiel Deutschland-Ghana auf Großleinwand.
Wir danken der Feuerwehr Eitorf, vor allem Joachim Pohl und seinen Männern, für diesen schönen Dienstabend und freuen uns darauf, uns bei nächster Gelegenheit zu revanchieren.