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Montag, 15. Februar 16 um 13:15 |

Ein Baukasten für den Sanitätswachdienst

Die neue Unfallhilfsstelle des DRK Windeck besteht Praxistest.
Weiberfastnacht in Siegburg - Generalprobe für das neue Unfallhilfsstellenkonzept

Immer wieder stellt das DRK Windeck den Sanitätswachdienst auf größeren Veranstaltungen ganz oder teilweise sicher. Und immer wieder hieß es für die ehrenamtlichen Helfer, vor der entsprechenden Veranstaltung das mitzuführende Material festzulegen, zusammenzustellen und mühsam zu verladen. So begannen schon 2013 erste Versuchsreihen für eine neue Unfallhilfsstellenausstattung der Windecker Rotkreuzler.

Nun konnten die Windecker Helfer in diesem Jahr ein ausgeklügeltes Gesamtkonzept austesten. Innerhalb von 30 Minuten kann die Sanitätsgruppe des DRK Windeck mit der Unfallhilfsstelle mit drei Versorgungsplätzen und optional acht bis zwölf Ruheplätzen ausrücken. Das macht auch einen kurzfristigen Einsatz der Unfallhilfsstelle möglich. Für den Einsatz sind lediglich ein Gruppenführer mit einem Notfallsanitäter/ Rettungsassistenten, einem Rettungssanitäter und fünf Sanitätshelfern nötig.

Unfallhilfsstelle in Aktion

Die Unfallhilfsstelle besteht aus fünf eigenständigen Modulen:

  • Modul 1 Dokumentation und Basismaterial
  • Modul 2 Versorgungsplätze
  • Modul 3 Vorrat und Lager
  • Modul 4 Ruheplätze (Optional)
  • Modul 5 Intensivversorgungsplatz (Optional)

Dokumentation und Basismaterial

Jede Hilfeleistung wird dokumentiert.

Unter dem Modul Dokumentation und Basismaterial ist alles Material zusammengefasst, welches für jede Art von Unfallhilfsstelle benötigt wird. Neben ein oder zwei Zelten samt technischem Zubehör wie Licht und Heizung, gehören zu diesem Modul auch alle nötigen Materialien zur persönlichen Hygiene der Helferinnen und Helfer und zur Desinfektion von eingesetztem Material. Auch sind hier mindestens zehn Krankentragen, drei Stühle, 3 Festzelttische und zwei Bänke zusammengefasst.

Der Modulkasten Dokumentation enthält Listen zur Patientenerfassung, Patientenprotokolle, Ablagefächer, zwei Digitaluhren mit Temperaturanzeige, Stifte und Schilder zur Kennzeichnung der Unfallhilfsstelle und jedes Platzes in den Funktionsbereichen.

Versorgungsplätze

Teamwork in der Unfallhilfsstelle

Versorgungsplätze sind Bestandteil jeder Unfallhilfsstelle des DRK Windeck. Hier steht ein großer Notfallkoffer, sowie ein großer, an der Wand hängender Verbandkasten zur Versorgung von zwei bis drei Verletzten oder Erkrankten bereit. Auch ein halbautomatischer Defibrillator/Patientenmonitor steht an den drei Krankentragenlagerungsgestellen zur Verfügung. Auf kleineren Diensten erfolgt hier die gesamte Versorgung von Patientinnen und Patienten. Bei größeren Diensten werden Erstuntersuchungen und Basisversorgungen sichergestellt, ehe der Patient – wenn die Verletztung/Erkrankung es zulässt – an einem Ruheplatz weiterversorgt wird.

Vorrat und Lager

Eine Unfallhilfsstelle ist häufig nicht nur Ausgangspunkt für Sanitätstrupps und Rettungsmittel, sondern es muss auch eine Durchhaltefähigkeit von mehreren Stunden gewährleistet werden. Deswegen bilden mehrere Modulkästen der Unfallhilfsstelle ein kleines Lager.

Ruheplätze

Der Rollwagen für die Ruheplätze im Einsatz

Das Modul Ruheplätze besteht aus nur einem einzigem Rollwagen mit dazugehörigem Tisch. Mit dem enthaltenden Material ist bei minimalem Raumbedarf eine Grundversorgung und Überwachung von acht bis zwölf Patientinnen und Patienten möglich.

Mit dem enthaltenden Material können kleinere Verletzungen versorgt werden. Auch Sauerstoffsättigung, Temperatur, Blutdruck und Herzfrequenz der Patienten können bestimmt werden.

Bei Bedarf steht auch das Material zur Einleitung einer Infusionstherapie zur Verfügung. Das Umlagern von Patienten kann mittels spezieller Umlagerungshilfe, genannt Rollbrett, erheblich vereinfacht werden. Für akute Notfälle steht ein Erstversorgungsrucksack zur Verfügung.

Arbeit an einem Ruheplatz

Intensivversorgungsplatz

Der Intensivversorgungsplatz dient der intensivmedizinischen, notärztlichen Versorgung. In einem seperaten Zelt können akut lebensbedrohlich Verletzte und Erkrankte bis zur Übernahme durch den transportbegleitenden Notarzt versorgt werden. Hierzu steht dem DRK Windeck ein Notarzteinsatzfahrzeug nach Rhein-Sieg-Kreis-Standard zur Verfügung.