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Die Geschichte des DRK OV Windeck e.V.

Der DRK Ortsverein Windeck ist aus den DRK Gruppen Rosbach (1924-1972), Leuscheid (1961-1972) und der Bereitschaft Windeck (1972-1977) entstanden. Nach dem Umzug der Grundschule nach Obernau hat der ehemalige Gemeindedirektor Erich Krämer dem DRK die leer stehenden Schulräume der alten Schule in Roth für seine Arbeit zur Verfügung gestellt. Das DRK nutzte die "neue" Unterkunft für seine Arbeit als Ortsverein und richtete eine Nebenstelle der DRK Rettungswache Eitorf ein, die im Auftrag des Rhein-Sieg-Kreises durch den DRK Kreisverband Rhein-Sieg betrieben wurde. Diese Rettungswache wurde ehrenamtlich an Wochenenden und Feiertagen besetzt, den Rettungswagen stellte der Rhein-Sieg-Kreis zur Verfügung.

Neben dem Rettungsdienst gehörten die alljährliche Altkleidersammlung sowie die Durchführung der Blutspende zu den Aufgaben des DRK Windeck. Die ersten Einsätze der „DRK Frauen“ wurden bereits in den 20. Jahren geleistet und im zweiten Weltkrieg erfolgte die Versorgung der notleidenden Bevölkerung sowie vieler Verwundeter.

Nach 16 Jahren in Roth kam es 1989 zu großen Schwierigkeiten, denn das Land NRW machte der Gemeinde Windeck zum Ausgleich der Haushaltsschulden im Rahmen eines Haushaltssicherungskonzeptes die Auflage, die ehemalige Schule in Roth zu verkaufen. Alle möglichen Überlegungen und Versuche, die Schule für das DRK zu erhalten schlugen fehl. Die Gemeinde musste aus dieser Immobilie Geld für den Haushaltsausgleich erzielen. Dem DRK fehlte nicht nur das Geld zum Kauf sondern auch zum Umbau und zur Unterhaltung dieses Anwesens.

1994 wurde die Idee geboren, neben einer nach dem Rettungsbedarfsplan des Rhein-Sieg-Kreises längst fälligen hauptamtlichen Rettungswache in Windeck und den notwendigen Räumen für die Arbeit des DRK Ortsvereins, eine zweizügige Kindertagesstätte zu errichten. Die Gemeinde begrüßte diese Planung und unterstützte sie nach Kräften.

Es musste nun der Beweis geführt werden, dass der Ankauf und Umbau der alten Schule preiswerter wäre als andere Lösungen mit entsprechenden Neubauten oder Anmietungen. Zunächst aber musste der fällige Termin des Verkaufs der Schule so lange herausgezögert werden, bis die Anträge an die entsprechenden Behörden gestellt und bearbeitet waren. Der Rat der Gemeinde Windeck, Bürgermeister Udo Scharnhorst, Gemeindedirektor Jürgen Klumpp, die Kreisdirektoren Dr. Walter Kiwit und Frithjof Kühn und nicht zuletzt der Regierungspräsident Dr. Franz-Josef Antwerpes unterstützten dieses Projekt.

Im Wesentlichen geprägt, organisiert und umgesetzt wurden die Kauf- und Umbaumaßnahmen von unserem Vorsitzenden Kurt Müller, genannt Kumü.
Die bevorstehenden Landtagswahlen 1995 halfen ihm dabei, den Druck auf die Politik zu erhöhen und den Bewilligungsbescheid für die Baumaßnahmen auszustellen und damit die Finanzierung zu sichern.

Am 02. Mai 1995 verkündete Regierungspräsident Dr. Franz-Josef Antwerpes während eines Termins in Windeck die Entscheidung der Landesregierung, eine Schuldenentlastungshilfe an die Gemeinde Windeck zu zahlen. Diese Hilfe machte es der Gemeinde möglich, dem DRK Windeck e.V. die ehemalige Volksschule Roth für EINE DEUTSCHE MARK zu verkaufen. Mit den Um und Ausbauarbeiten wurde 1996 begonnen.

Insgesamt waren fast nur Windecker Handwerker an diesem Projekt beteiligt. Die Baukosten insgesamt betrugen 1.429.128,00 DM.