Häufige Fragen und Antworten rund um den Notruf

Wann rufe ich den Rettungsdienst?

Rufen Sie den Rettungsdienst in allen akuten Notsituationen, die durch Unfall, Krankheit oder Gewalt entstanden sind. Dazu gehören z.B. stark blutende Wunden und Amputationsverletzungen, akute Herz-Kreislauf-Beschwerden, akute Atembeschwerden, Schlaganfälle, Krampfanfälle, Hitzschlag und Sonnenstich,  Unterkühlung, Bewusstlosigkeit, Apathie, starke Schmerzzustände und Koliken, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Vergiftungserscheinungen etc. Kurz gesagt, immer dann, wenn Leben in Gefahr ist oder gesundheiltliche Schäden zu befürchten sind. Wenn Sie sich nicht sicher sind – das Personal der Rettungsleitstelle besteht aus erfahrenen Rettungsassistenten und kann durch Ihre Mithilfe die Lage einschätzen.

Wenn ich den Rettungsdienst für andere alarmiere, muss ich dann die Kosten tragen?

Nein. Niemand wird für einen Notruf zur Kasse gebeten, es sei denn, es handelt sich nachweislich um eine böswillige Alarmierung ohne jeden Grund. Lassen Sie sich niemals davon abhalten, sich selbst oder anderen durch einen Notruf zu helfen, denn unterlassene Hilfeleistung ist strafbar. Auch wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Notruf unbedingt erforderlich ist – rufen Sie über die 112 den Rettungsdienst!

Welche Kosten entstehen bei einem Rettungseinsatz für den Patienten?

Die Kostenübernahme ist gesetzlich geregelt Der Patient trägt einen Eigenanteil von 10 Prozent der Kosten je Fahrt, mindestens aber 5,- Euro und höchstens 10,- €. Den darüber hinausgehenden Betrag übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung. Dies gilt auch für Kinder und Jugendliche, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Die Kosten werden dem Patienten im Nachhinein in Rechnung gestellt, sie werden nicht bar kassiert. Vorausgebühren wie z.B. in Arztpraxen werden nicht erhoben!

Wie schnell ist der Rettungsdienst am Einsatzort?

Die gesetzliche Rettungsfrist (die Zeit zwischen Eingang eines Notrufes bei der Leitstelle und Eintreffen des ersten Rettungsmittels am Einsatzort) beträgt in NRW in ländlichen Gebieten 12 Minuten, und das 24 Stunden am Tag, auch am Wochenende und Feiertags. Die Rettungswache in Windeck liegt sehr zentral in Rosbach-Roth bei Obernau, direkt an der Kreisstraße 7. Auch entlegene Ortsteile sind rund um die Uhr innerhalb der gesetzlichen Rettungsfristen erreichbar oder werden von anderen, näher gelegenen Rettungswachen bedient (Eitorf, Ruppichteroth, Waldbröl, Altenkirchen). Zudem liegt Windeck genau in der Schnittfläche der Einsatzgebiete der Rettungshubrauber Christoph 3 (Köln-Merheim), Christoph 23 (Koblenz) und Christoph 25 (Siegen) sowie des Intensiv-Transporthubschraubers Christoph Rheinland (Flughafen Köln/Bonn), so dass tagsüber bei geeigneter Witterung auch aus der Luft schnell Hilfe eintrifft.

Es gibt in der Regel keinen vernünftigen Grund, nicht den Rettungsdienst zu verständigen und einen Notfallpatienten selbst zu transportieren. Gefährden Sie nicht sich selbst und andere, überlassen Sie die Rettung den Fachleuten!